Das Material in der Blechbearbeitung bestimmt Schnittparameter, Biegbarkeit, Schweißbarkeit und Oberflächenverhalten. Ein schlecht gewählter Grundwerkstoff rächt sich später teurer.

EN 10025-2 – S235JR: allgemeiner Baustahl

Die häufigste und günstigste Wahl. Niedriger Kohlenstoff- und Legierungsanteil, gut schweiß- und biegbar. Typisch für Gehäuse, Rahmen, unkritische Strukturteile.

EN 10025-2 – S355J2: höhere Festigkeit

Höhere Streckgrenze (355 MPa), auch dünner ausreichend fest. Tragkonstruktionen, Halterungen, Fahrzeugrahmen. Etwas schwerer biegbar — Konstrukteur sollte größere Radien vorsehen.

Edelstahl (EN 10088-2)

  • EN 10088-2 – 1.4301 (AISI 304): allgemeine Anwendung, Lebensmittelindustrie, Schränke. 18 % Chrom, 8 % Nickel.
  • EN 10088-2 – 1.4404 (AISI 316L): beständig in chlorid- bzw. salzhaltiger Umgebung (Marine, Pharma). Mit Molybdän-Zusatz.

Laserschneiden von Edelstahl erfordert andere Einstellungen (Stickstoff als Schneidgas), und Werkzeuge dürfen nicht mit Kohlenstoffstahl kontaminiert sein — sonst korrodiert die Oberfläche.

Aluminium (EN 573-3)

  • EN 573-3 – EN AW-5754 (AlMg3): weiche, gut biege- und schweißbare Legierung — Gehäuse, Tanks, Karosserieteile. Ausgezeichnete Korrosionsbeständigkeit auch in salz- und industriellen Umgebungen.
  • EN 573-3 – EN AW-6082 (AlSi1MgMn): festere Konstruktionslegierung — Rahmen, Maschinenbauteile. Erhöhte Festigkeit nach Wärmebehandlung (Zustand T6).

Aluminium lässt sich gut mit Faserlaser schneiden; beim CO₂-Laser ist es wegen hoher Reflexion eingeschränkt. Beim Entgraten Vorsicht — abrasive Werkzeuge beschädigen das weiche Material leicht.